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Sonntag, 8. November 2015

Dunkle Ecken

Ich sitze auf dem Boden und beobachte sie. Betrunken und gut gelaunt springen sie herum. Die laute Musik dröhnt uns in den Ohren. Sie lachen. Haben Spaß. Ich nicht. 
Mein Herz wummert. Der Bass ergreift Besitz von mir. Ich fühle mich schwerelos. Ich stehe auf und fange an zu tanzen. Einfach loslassen. Gedanken schweifen lassen. 
Schieb die schlechten Gedanken beiseite, lass nicht zu, dass die dunklen Geister aus ihren Ecken kommen. Verdräng sie. Konzentrier dich auf die Musik. Auf die Lichter. Alles wird in bunte Farben getaucht. 
Ich schließe für einen kurzen Moment die Augen. Und auf einmal sind sie da. Ich öffne sie schlagartig wieder und versuche mich auf das Konzert zu konzentrieren. Zu spät. Die dunklen Ecken werden größer. Drohen, mich zu verschlingen. Sie greifen nach mir. Wollen mich in den Abgrund ziehen. 
Ich lasse es zu. Ich versinke wieder in der Dunkelheit. Verliere alles.