Samstag, 26. April 2014
Antidepressiva und die Angst zu Versagen
Ich fange wieder an, meine Medikamente gegen nervöse Unruhezustände, Schlaflosigkeit und depressive Gedanken zu nehmen. Das bevorstehende Abi in fast 1 Woche macht mich von Tag zu Tag mehr fertig. Ich halte den Druck nicht mehr aus. Ich lerne eigentlich jeden Tag, aber ich habe trotzdem das Gefühl, das ich nichts kann. Ich lerne offensichtlich nicht effektiv genug. Ich habe so schreckliche Angst zu Versagen. Diese Ängste quälen mich vor allem abends vor dem Schlafengehen, wenn ich alleine in meinem dunklen Zimmer im Bett liege. Ich kriege kaum Luft. Irgendwas schnürt mir den Hals ab. Mein Herz pocht und pocht immer lauter und schneller und unregelmäßiger. Ich zittere und klammere mich an meine Decke. Ich schließe die Augen. Versuche mich zu beruhigen. Einatmen. Ausatmen. Ruhig. Einatmen. Ausatmen. Entspannen. Ich öffne die Augen. Und sofort ist sie wieder da. Die Angst. Sie kommt wie ein Schlag ins Gesicht. Und alles geht von vorne los. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalten werde. Die Prüfungen dauern 4 Wochen. So lange machen das meine Nerven nicht mit. Ich kann mir nicht vorstellen, wie die anderen diesen Druck standhalten können. Ich bewundere sie wirklich dafür. Ich würde das auch so gerne einfach alles runterschlucken und weiter machen als wäre nichts. Ich wäre gern wie sie. Ich wäre gerne anders. Egal wie. Hauptsache nicht ich.